Seit dem Beginn der achtziger Jahre wird die Arbeit des Gemeinschaftsvereins von freiwilligen Helfern aus aller Welt unterstützt und bereichert. Heute sind ständig etwa ein dutzend Voluntários (Freiwillige) in den drei Projektstellen Monte Azul, Peinha und Horizonte Azul beschäftigt. Der überwiegende Teil kommt aus Deutschland, es gibt aber auch Voluntários aus Japan, den USA und anderen europäischen Ländern. Sie arbeiten meist für ein Jahr im Gemeinschaftsverein, und bekommen Kost und Unterkunft gestellt.



 

 

Die Voluntários arbeiten als Hilfskräfte in fast allen Arbeitsbereichen des Gemeinschaftsvereins, bis auf den Gesundheitsbereich, wo generell nur ausgebildete Helfer mitarbeiten können. Der Schwerpunkt der Freiwilligenarbeit liegt im Pädagogischen bereich; von Krabbelstuben bis zu den Ausbildungswerkstätten helfen Voluntários bei der Arbeit mit Kindern aller Altersgruppen. Anfangs ist man als Voluntário Aushilfe für die ErzieherInnen oder LehrerInnen, kann mit der Zeit jedoch eine immer aktivere und selbständigere Rolle einnehmen. Das hängt jedoch vor allem von der Eigeninitiative jades einzelnen Voluntários ab.

Wie bei allen Mitarbeitern sehen wir die Arbeit im Gemeinschaftsverein als einen tiefen Entwicklungsprozess des Voluntários.

Aus den Abschlussberichten geht hervor, dass viele Voluntários ihre Zeit als Zeit des Lernens und der eigenen Entwicklung sehen. Von vielen wird die "Entwicklungshilfe" für arme und benachteiligte Menschen insbesondere als Entwicklungshilfe für das eigene Leben erlebt. So wird immer wieder klar, dass nicht nur der konkret geleistete Arbeitsbeitrag, sondern auch die persönliche "soziale Lehre" jedes Voluntários zur Mitarbeit im Gemeinschaftsverein gehört.

Von diesem Gesichtspunkt aus zählen wir außer der Mitarbeit zu den festen Arbeitszeiten (generell Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr) folgende Bereiche zum Arbeitsplan der Voluntários:

  • Die Teilnahme an den Versammlungen aller Mitarbeiter jeden Donnerstag Abend
  • Die Teilnahme am Gemeinschaftsleben, insbesondere bei kulturellen Veranstaltungen, gemeinsamen Jahresfesten, Vorträgen und Diskussionen
  • Das selbständige, intensive Kennenlernen der Favelas und ihrer Bewohner
  • Teilnahme an Kursen und Veranstaltungen der "Escola Oficina Social" (soziale Bildungswerkstatt)
  • Die Teilnahme an regelmäßigen Versammlungen aller Voluntários, zu denen auch Referenten zu verschiedene Themen geladen werden sollen (Brasilienkunde, Struktur und philosophische Hintergründe der Arbeit von Monte Azul, Biografien von Mitarbeitern, etc.).
  • Intensives Beobachten eines Kindes während des Jahres sowie
  • Schriftliche Darstellung der geleisteten Arbeit in einem Abschlussbericht mit persönlichen Eindrücken, Kritikpunkten, Anregungen.

 

Wer gerne in Monte Azul arbeiten möchte, aber nicht die Möglichkeit hat, für ein ganzes Jahr zu bleiben, kann alternativ ein Praktikum machen. Praktikanten bleiben normalerweise ein bis drei Monate und werden in Familien untergebracht, wo sie allerdings 25 R$ pro Tag für Kost, Logis und Administration bezahlen. Wir verlangen diesen Betrag, weil ein Praktikant in der Kürze seines Aufenthalts hier hauptsächlich damit beschäftigt ist, die Sprache zu lernen und sich an die Arbeit zu gewöhnen, sodass er der Associação nicht die gleiche effektive Unterstützung bieten kann, wie Voluntarios. Praktikanten, die nur sehr kurze Zeit bleiben, können wir nicht garantieren, dass sie direkt mit Kindern zusammenarbeiten werden, weil der schnelle Wechsel der Bezugspersonen sehr schwierig für die Kinder ist. Sie werden aber in den anderen Bereichen von Monte Azul gebraucht.

Wer sich dafür interessiert, sollte einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben an international@monteazul.org.br schicken. 

 

 

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